Das bioversum beschäftigt sich mit vielen Themen wie Wald, Pflanzen und Nahrungsmitteln und hat draußen auch noch einen Teil, das Freilandlabor, in dem es unter anderem um Pflanzenbestimmung und Pflanzen geht. In einem der Räume drinnen (es gibt zwei große Räume) geht es um Pflanzen und einheimische und eingeschleppte Tiere, um Artenschutz, Nahrungsmittel und Umweltschutz, im anderen Raum geht es um die Bewohner des Waldes sowohl tierisch als auch pflanzlich.
Das ganze bioversum ist eher auf Kinder ausgerichtet und weniger auf Erwachsene, dafür gibt es viele Spiele, vieles kann angeschaut, gehört, angefasst und entdeckt werden. Leider waren bei unserem Besuch viele der Stationen defekt oder nicht so selbsterklärend, dass wir sie direkt benutzen konnten.
Besonderes Highlight war für mich ein großes Walddiorama, in dem man etliche Pflanzen sehen und vor allem viele, viele Waldtiere entdecken konnte und das man mit Licht und Geräuscheffekten sogar selbst „zum Leben erwecken“ konnte.
Auch hier nochmal eine kurze Triggerwarnung: es werden tote und verwesende Tiere gezeigt und wenn es um das Thema Nahrungsmittel geht, sieht man aufgehängte Tiere, denen die Kehle blutig durchschnitten wurde.
Das Museum ist nur wenige Minuten zu Fuß entfernt und da die Eintrittskarten für beides (Museum und bioversum) gelten, lohnt sich ein Besuch von beiden Museen.
Adresse: Kranichsteiner Straße 253, 64289 Darmstadt
Öffnungszeiten: April bis September: Di-Fr: 11 bis 17 Uhr und Sa, So, Feiertage: 10 bis 18 Uhr
Zwischen Oktober und März schließt das bioversum Sa, So und Feiertags eine Stunde früher
Eintritt: 7€ für Erwachsene, 5€ ermäßigt (Schüler:innen, Studierende, Kinder von 4 bis 16 Jahren)
Internetseite: https://jagdschloss-kranichstein.de/museen/bioversum/ zuletzt besucht im Juli 2023





Der Kurpark in Bad Mergentheim kann direkt über den Schlosspark betreten werden, denn er befindet sich einfach auf der anderen Seite der Tauber, die über eine Fußgängerbrücke überquert werden kann. Direkt an diesem Eingang des Parks trifft man auf ein rundes, niedriges Becken mit mehreren Fontänen. Dieser Springbrunnen ist ein toller Blickfang und ist wirklich wunderschön. Direkt dahinter steht ein villenartiges Gebäude: Das Haus des Gastes. Und wenn man vor dem Haus des Gastes rechts einbiegt kommt man direkt an die Kneipp-Becken, in denen man Kneipp-Anwendungen machen kann. Direkt gegenüber befindet sich der Heil- und Gewürzkräutergarten mit Kräutern und Gewürzen, die gegen alle möglichen Arten von Beschwerden helfen und entsprechend sind die Kräuter auch gruppiert.
Das Deutschordensschloss in Bad Mergentheim war ursprünglich eine Wasserburg und ist seit ca. 800 Jahren im Besitz des Deutschen Ordens. Das Schloss umfasst einen großen Park, in dem auch ein Café ist und hat einen hohen Schlossturm. Überall ist es weiß gestrichen und wenn man durch eines der Portale geht, kommt man in den inneren Schlosshof, den man auf der anderen Seite des Schlosses in den weiteren Schlosspark verlassen kann.
Im Schlosshof steht ein Brunnen: das untere Becken ist quadratisch. In der Mitte steht eine Säule mit diversen Verzierungen, die durch einige Rohre ein kleines Becken speist. Über den Rand des kleinen Beckens fällt das Wasser in das darunterliegende quadratische, große Becken.
Der Schlosspark verfügt neben hübsch angelegten Wegen und Rasenflächen auch über einige Besonderheiten: Wir haben zum einen eine menschliche Boden-Sonnenuhr gestehen, bei der der menschliche Körper als Zeiger fungiert. Außerdem haben wir den Halbmond-Pavillon gesehen. Dieser besteht aus gelben Säulen, die zu acht das achteckige Dach halten. Auf dem Dach befindet sich ein goldener, nach oben gerichteter Halbmond. Im Pavillon selbst kann man sitzen, aber der gekieste Weg hat am Wegesrand auch einige Sitzbänke. Weiter Richtung Wald gibt es noch einen Kinderspielplatz. Durch den Park fährt eine Zugstrecke, auf der regelmäßig Züge fahren.
In Bad Mergentheim kann man viele der Sehenswürdigkeiten zentral am Marktplatz finden. Neben einigen Gebäuden mit hübschen, bemalten Fassaden und Fachwerkfassaden gibt es dort auch noch das Rathaus mit Treppengiebel zu sehen. Das Haus selbst ist weiß, mit abgesetzten, braun-orangenen Fensterrahmen und Türbögen aus Sandstein. Der Balkon verleiht dem Rathaus ein besonderes Etwas.
Auf dem Marktplatz steht der Milchlingsbrunnen, der aus einem hohen, großen Becken besteht, in dessen Mitte ein Ritter aus einer hohen Plattform steht. So ragt der voll ausgestattete Ritter weit über die Passanten hinaus. Der Brunnen wird aus Auslässen gespeist, die aus der Plattform kommen, auf der der Ritter steht.
Das Museum im Jagdschloss Kranichstein beschäftigt sich mit den jagenden Adeligen aus Darmstadt, die das Jagschloss seit einigen hundert Jahren entweder als Jagschloss oder als Sommerresidenz genutzt haben. Im unteren Teil des Museums wird über die Jagden berichtet, man kann sich eine riesige Sammlung mit Gewehren angucken, aber es werden auch Schlitten, die damals dort genutzt wurden als Exponate ausgestellt. Im Obergeschoss sieht man einige Bilder, Wandbilder, Heizöfen und aufgebaute Esstische (teilweise mit Buffet) und in einem Raum findet man Jagdzubehör wie Taschen, Pulverbehälter aller Art, Jagdgeschirr und Medaillen. Außerdem ist der Gang oben mit etlichen Jagdschlössern und anderen Bildern von Landgütern und vielen Geweihen „geschmückt“. Ein großer Teil unten beschäftigt sich auch mit der Frage wie man Exponate früher bewahrt hat und welche Möglichkeiten (restaurieren, bewahren, etc.) es gibt. Das war zwar interessant, hatte aber mit dem Jagdschloss selbst wenig zu tun.