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Marburg: Spiegelslustturm

Der Spiegelslustturm oder auch Kaiser-Wilhelm-Turm liegt in Marburg auf den Lahnbergen und dient dort seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert als Aussichtsturm. Der Turm ist 36 Meter hoch und es sind 167 Stufen zu erklimmen. Sowohl von dem Aussichtsplateau am Fuße des Turmes, als auch von der Aussichtsplattform hoch oben auf dem Turm hat man einen tollen Blick auf Marburg. Der historische Spiegelslust ist etwa 250 Meter nördlich.

Der Turm wurde zwischen 1887 und 1890 erbaut. Davor war der Platz bereits Ausflugsziel, denn man hatte von dort einen tollen Blick auf Marburg. Nach und nach entwickelte sich ein Gaststättenbetrieb, der in den 1860er Jahren der Stadt überlassen wurde. Ab den 1870er Jahren wurde ein Turm in der Nähe der Gaststättenbetriebes geplant, wobei der erste Turm bevor er fertiggestellt wurde, einstürzte. Daraufhin ließ man einen zweiten, noch höheren Turm bauen, der bis heute steht. Im Jahr 1890, 14 Jahre nach dem Einsturz des ersten Turmes, wurde der zweite fertiggestellt und nach Kaiser Wilhelm I benannt. Deshalb der Name Kaiser-Wilhelms-Turm. Der Name Spiegelslust kommt übrigens von einem Studenten, der Spiegel hieß und oben an der Aussichtsplattform für Verpflegung und die Pflege des Ausflugszieles sorgte. Seit 2006 gibt es eine Lichtinstallation, die am Turm angebracht und sogar von der Stadt aus sichtbar ist.

Obwohl man bestimmt auch hoch laufen kann, bietet es sich vor allem dann an hochzufahren, wenn man nicht so fit auf den Füßen ist. Der Turm ist von einem nahe gelegenen Parkplatz gut zu erreichen und man hat auch ohne auf den Turm zu steigen, eine tolle Aussicht auf Marburg, was vor allem für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator interessant ist oder für Eltern mit sehr kleinen Kindern. Durch das Café kann man für einen Euro auch hoch auf den Turm, wobei man natürlich darauf achten muss, dass das Café an dem Tag auch auf hat.

Der Turm selbst besteht aus braun-rötlichen Steinen und sieht auf den ersten Blick ein bisschen wie eine Rakete aus. Oben hat der Turm Zacken, die um die Aussichtsplattform herum führen. Darunter befindet sich eine eckige Abhebung des ansonsten ziemlich runden Turmes, da sich dort ein kleines Zimmer befindet. Durch einen aufgesetzten kleinen Rundturm erreicht man die Aussichtsplattform, die als etwa quadratische Fläche auf dem Turm sitzt. Unten befindet sich ein Bau, in dem heute das Café untergebracht ist, außerdem gibt es auch unten noch einen kleinen (beinahe) Rundturm.

Wir empfehlen einen Besuch von Spiegelslust für jeden, der sich in Marburg gut auskennt, aber auch alle Besucher haben von dort die Chance einen Blick auf Marburg zu erhaschen und wichtige Bauten zu erkennen. Man kann nicht nur die Bibliothek, die alte Universität und die Elisabethkirche, sondern auch noch viele weitere Bauten sehen.

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