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Kunstforum: Sauvage

Im Kunstforum der TU läuft noch bis zum 24.02. die Ausstellung Sauvage. Die Künstlerinnen Emmanuelle Rapin und Angelika Krinzinger stellen dort unter diesem Motto, das man mit „wild“ übersetzen kann, aus. Die ‚ungezähmte Natur‘ stehe dort im Fokus, so die Idee der Kuratorin. Erneut ist diese Ausstellung eine Kooperation, nämlich mit dem Museum Jagdschloss Kranichstein, das im Rahmen einer Sonderausstellung weitere Stücke zeigt. Zudem sind einige Exponate von Kranichstein ins Kunstforum gewandert, um diese Wildheit noch etwas visuell zu untermauern. Der Beitrag bezieht sich jedoch nur auf die Ausstellung im Kunstforum.

Von Angelikga Krinzinger gab es eine Bilderserie mit lauter Händen zu sehen. Aus vielen bekannten Gemälden erstellte sie vergrößerte Ausschnitte der abgebeildeten Hände und ordnete sie neu an. Heraus kam eine wandfüllende Collage mit verschiedenen Händen. Das gefiel mir durchaus gut, aber tatsächlich konnte ich daraus weder besonderen Bezug zum Ausstellungsthema noch für mich eine tiefere Bedeutung heraussehen – sehr ästhetisch, aber für mich nicht besonders ergiebig.

Viel mehr Bedeutung konnte ich den Arbeiten von Emmanuelle Rapin entnehmen, die teilweise deutlich, teilweise versteckt auf das Motiv des Waldes und der Wildheit referierten. Jedoch gibt es hierbei einen Aspekt, der mich wirklich stört. Ich weiß, das ist eine persönliche Kritik, aber ich möchte sie dennoch äußern. Kunst mit toten Tieren. Ich finde schon Hirschgeweihe nicht so besonders ästhetisch, aber ich mag es noch weniger, wenn tote Schmetterlinge beispielsweise zu Kunstwerken umarrangiert werden. Ich hoffe, niemand hat sie zu diesem Zweck getötet, aber einen schönen oder gar ungezähmten Eindruck machte dies für mich leider nicht.

Insgesamt konnte uns diese Ausstellung weniger begeistern. Das ist nicht dramatisch, gerade bei freiem Eintritt und einem kleinen Ausstellungsraum ist es logisch, dass nicht jede Ausstellung unserem Geschmack entspricht und vielleicht sieht das bei euch ganz anders aus. Dennoch waren wir dieses Mal nicht so besonders angetan und hoffen, dass uns die nächste Ausstellung ästhetisch wieder mehr anspricht. Für einen Kurztrip in der Mittagspause und die Erweiterung des eigenen Horizontes ist die Ausstellung aber sicherlich einen Blick wert, ins Jagdschloss fahren wir dafür aber eher nicht.

 

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